Sonja Lexel ist Theologin und Religionspädagogin und arbeitet bei der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz als Referentin für Jugendpastorale Grundsatzfragen. Dabei beleuchtet sie jugendpastorale Fragestellungen aus wissenschaftlicher Perspektive, vernetzt Akteure der Jugendpastoral und lettert auch beruflich. Wie es dazu kam, erzählt sie im Interview. Darüber hinaus hat Sonja auch beim Bibel kreativ – Methodenbuch mitgearbeitet.

Liebe Sonja, inzwischen nutzt du Bible Lettering sogar im Job. Aber mal von vorne: wie bist du auf Handlettering aufmerksam geworden?

Sonja Lexel: Ich war schon immer ein sehr kreativer Mensch und probiere gerne neue Sachen aus. Das erste Mal ist mir Handlettering glaube ich auf Instagram begegnet – ich fand das so schön, dass ich zunächst versucht habe mit YouTube Videos mir selbst etwas beizubringen und dann doch einen Kurs bei einer netten Künstlerin belegt habe. Seitdem wächst meine Sammlung an Lettering-Utensilien fast wöchentlich und ich liebe es neue Farben, Stifte und Techniken auszuprobieren. Zuletzt habe ich einen Floral Loose Watercolour Workshop belegt und gelernt, wie man schöne Blumen malen kann.

Was gefällt dir besonders gut am Handlettering?

Sonja Lexel: Ich mache das gerne, weil ich beim Lettern zum einen total gut entspannen kann, zum anderen zeigen mir meine Ergebnisse und Reaktionen anderer darauf, dass ich mit meiner Kreativität Freude bereiten kann. Fast alle Geburtstags-, Hochzeits-, Weihnachtskarten lettere ich inzwischen selbst und gebe dem Schenken so nochmal eine persönlichere Note.

Hast du Tipps für Lettering-Beginner?

Sonja Lexel: Üben, üben, üben – nicht aufgeben, wenn mal etwas nicht direkt klappt. Vor allem sollte man sich nicht von den scheinbar perfekten Letterings anderer blenden lassen und die eigenen Letterings dadurch schlecht reden. Hinter den Letterings der anderen steckt auch viel Übung, niemand schafft das über Nacht. Also: nicht aufgeben!

Du kannst Bible Lettering auch im Job einsetzen. Wie kam es dazu und wie sieht das konkret aus?

Sonja Lexel: Wir wollten auf meiner Arbeitsstelle gerne Impulse zum Sonntagsevangelium geben, da ich schon seit längerem Geburtstags- und Willkommenskarten für die Kollerg/-innen gelettert habe, war meine Idee, dass ich einen Vers oder ein Wort aus den jeweiligen Sonntagsevangelien ebenfalls lettern könnte. Das traf auf große Zustimmung. Jeden Sonntag posten wir ein Lettering zum Evangelium und greifen die Karte in einem Impuls Mitte der Woche noch einmal auf.

   

Erhältst du in den sozialen Netzwerken auch Reaktionen auf die Letterings?

Sonja Lexel: Ja! Die Reaktionen darauf sind sehr gut – einmal wurde sogar gedacht, dass das eine professionelle Agentur für uns macht; das macht dann schon ein bisschen stolz.

Was ist für dich das Besondere am Bible Lettering?

Sonja Lexel: An Handlettering in Verbindung mit der Bibel, finde ich toll, dass ich Bibelstellen nochmal auf eine andere und kreative Art und Weise für mich entdecken und meinen Glauben dadurch vertiefen kann.

Vielen Dank für das Interview!

Wer auch weiterhin Sonjas Bible Letterings sehen möchte und sich von dem Impuls durch die Woche begleiten lassen will, kann den Instagramkanal der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz abonnieren.

Franziska Strecker

Author Franziska Strecker

Franziska Strecker lebt in Lübeck und studiert Humanmedizin. Sie engagiert sich bei der Jugendinitiative "Nightfever" und widmet sich in ihrer Freizeit gerne kreativen Projekten.

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